Allgemeine Informationen zur Tiermassage

Seit einigen Jahren ergänzen Tiermassage für Pferd und Hund und physikalische Anwendungen die veterinär-medizinische Behandlung, einerseits zur Verbesserung der Leistung von Sportpferden und Sporthunden, andererseits bei der Rehabilitation nach Verletzungen, Krankheiten und Operationen.

 

Massage wirkt auf den gesamten Organismus und hat positive Auswirkungen auf die Psyche. Die Durchblutung wird lokal erhöht, der örtliche Stoffwechsel stark verbessert.

 

Indikationen sind z.B.

  • Verhärtung / Ermüdung der Muskulatur
  • Narbengewebe
  • Gestörter Bewegungsablauf
  • Traumatische Einflüsse
  • Rekonvaleszenz (Kreislauf wird angeregt)
  • Atemstörungen
  • Neurologische Fehlfunktionen
  • Stress
  • Als Vorbereitung zu therapeutischen Übungen
  • Als Vorbereitung zu sportlichen Leistungen

 

Ursachen für Verspannungen sind häufig Schonhaltungen, welche das Tier nach Operationen, Erkrankungen, Trainingsveränderungen oder aufgrund schlecht sitzender Ausrüstung einnimmt. Die daraus entstehenden muskulären Dysbalancen sollten nicht unbehandelt bleiben.

 

Wirkungen der Massage sind

  • Schmerzlinderung durch Lockerung der Verspannung, dadurch Entspannung
  • Verbesserte Beweglichkeit und Bewegungsfreude, auch bei älteren Tieren
  • Verbesserte Blutzirkulation, dadurch verbesserter Stoffwechsel
  • Wiedererlangen der Mobilität und Kondition nach Verletzungen oder Erkrankungen
  • Leistungssteigerung durch schnellere Regeneration und eine bessere Reaktionsfähigkeit des Muskels
  • Als Vorbeugung, um Verletzungen zu minimieren
  • Als Nachsorge, um Muskelschmerzen und Empfindlichkeiten zu lindern
  • Abtransport der Milchsäure aus den Muskeln
  • Regulation von Puls, Atmung und Schlaf

Gemäß einem OGH-Urteil vom Oktober 2014 gilt Physiotherapie am erkrankten Tier als Heilbehandlung und ist Tierärzten vorbehalten.